Alexandra Van der Bellen, wo bist du?

Alles dreht sich um die bürgerliche Mitt e. Deswegen sind die Präsidentschaftswahlen '16 spannender als gedacht


KOMMENTAR: BARBARA TÓTH
Falter & Meinung | aus FALTER 02/16 vom 13.01.2016

So ein Gedränge an einem gedanklichen Ort, an dessen Existenz man in Österreich schon zu zweifeln versucht war, hat es im politischen Wettbewerb schon lange nicht mehr gegeben.

Gesucht: der Kandidat für die politische Mitte. Dort, wo man sich noch als bürgerlich und gemäßigt versteht, gleichzeitig nicht weltabgewandt und kulturpessimistisch. Gefunden: bis dato sogar drei von höchstwahrscheinlich fünf Kandidaten.

Das ist gut. Denn damit könnte der Bundespräsidentschaftswahlkampf 2016 zu einer nationalen Übung in Sachen Differenzierung werden. Dann könnte sich das Land, zumindest alle, die am Zustandekommen der veröffentlichten Meinung beteiligt sind, endlich wieder einmal darauf besinnen, dass Debatten nicht nur in Schwarz und Weiß ablaufen müssen, mit aufgeregten Shitstorms, ebenso aufgeregten Beschwichtigungsritualen, Pauschalisierungen und Zuspitzungen.

Sondern dass sie mit der Kunst des Abwägens, In-den-Kontext-Setzens, auch des Auslassen-Könnens und des Auslotens von Grautönen

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