Terrorräuber & Lügenkönig

Mit dem Theater an der Gumpendorfer Straße (Tag) startete vor zehn Jahren die Theaterreform von Kulturstadtrat Andreas Mailath Pokorny. Was ist daraus geworden?

Feuilleton | WÜRDIGUNG: SARA SCHAUSBERGER | aus FALTER 02/16 vom 13.01.2016

Es war ein holpriger Weg, bis das Theater an der Gumpendorfer Straße - kurz Tag - eine Bühne mit einem klaren Profil wurde. Der Erfolg blieb in den ersten Jahren weitgehend aus. Das Konzept Tag, das als erstes sichtbares Ergebnis der Wiener Theaterreform im Jänner 2006 eröffnet wurde, schien nicht aufzugehen. Man wechselte nicht nur ständig die Ausrichtung des Spielplans, auch die Leitungsstrukturen wurden ständig verändert.

Am 13. Jänner feiert das Tag sein Zehn-Jahr-Jubiläum, und von den Anfangsproblemen ist nichts mehr zu spüren. Das Haus hat sich konsolidiert, und mittlerweile ist klar, was man geboten bekommt. Neben dem Improvisationstheater, das am Haus immer schon einen großen Stellenwert hatte, hat sich die Bühne vor allem mit den Überschreibungen klassischer Stoffe und einem fixen und guten Schauspielerensemble einen Namen gemacht.

Die Stücke heißen nun "Faust-Theater","King Liar" oder "Richard 2". Aus Schillers "Räubern" wurde in der Überschreibung von Regisseur


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