Scheck lass nach

Vor zehn Jahren sagte die schwarz-blaue Regierung mit dem Dienstleistungsscheck der Schwarzarbeit den Kampf an. Das Projekt kann getrost als gescheitert betrachtet werden


BERICHT: JOSEF REDL
Politik | aus FALTER 02/16 vom 13.01.2016

PR in eigener Sache - darauf verstand sich die Regierung unter Wolfgang Schüssel in den Nullerjahren. Der Regierungsklausur im Weinviertler Retz hatte man im September 2004 daher auch ein eigenes Motto verpasst. Mit dem Titel "Zeit der Ernte" war wohl weniger die kamerawirksame Weinlese der Spitzenpolitiker gemeint, sondern die Errungenschaften der Zusammenarbeit von ÖVP und BZÖ.

Ein paar launige Sprüche, ein paar Gläser Grüner Veltliner -und am Nachmittag konnte den angekarrten Journalisten wieder einmal ein Erfolgsprojekt präsentiert werden: der Dienstleistungsscheck. Mit der Einführung des Dienstleistungsschecks sollte der Schwarzarbeit bei "haushaltsnahen Beschäftigungen" ein Riegel vorgeschoben werden. Der Grundgedanke: Statt mit Bargeld werden Putzfrau, Babysitter oder Gärtner mit Schecks bezahlt. Für einen Scheck im Wert von zehn Euro zahlt der private Dienstgeber 10,20 Euro. Die Arbeitnehmer sind dann auch unfallversichert, können darüber hinaus auch Kranken-und Pensionsversicherung

  925 Wörter       5 Minuten
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl inklusive Online-Zugang, um diesen sowie alle anderen FALTER-Artikel sofort im Volltext zu lesen.
Holen Sie sich hier Ihren Online-Zugang und lesen Sie diesen sowie alle anderen FALTER-Artikel sofort im Volltext.

Lesen Sie diesen Artikel in voller Länge mit Ihrem FALTER-Abo-Onlinezugang.

Passwort vergessen?

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

×

Anzeige

Anzeige