Wien Marathon Lauftagebuch

Ich hasse Laufen - oder der Beginn eines seltsamen Glücks

Stadtleben | aus FALTER 02/16 vom 13.01.2016

Ich wurde überrumpelt, so viel ist klar. An einem Tag kurz vor dem ersehnten Weihnachtsurlaub vernahm ich eine Stimme hinter meinem Rücken, die meinte, ich hätte doch gesagt, ich würde doch auch beim Wien-Marathon...

Nein, definitiv nicht. Laufen verband ich in erster Linie mit schwitzenden, genussresistenten Leibern, die sich in viel zu engen Hosen über die Donauinsel oder durch den Prater quälten, einem mir vollkommen unverständlichen Ziel entgegen.

Also nein, ich hatte natürlich nicht gemeint, dass Aber hast du wirklich nicht? Nein. Eine zweite Stimme meldete sich zu meiner Linken, es gebe ja auch eine Staffel 5,7 Kilometer, 9,1,11,2 oder 16,1. Ich überlegte: Ich könnte die kürzeste Distanz laufen, ein Lauftrainer würde uns betreuen, und ich wäre gezwungen, Sport zu machen.

Das klang machbar. Mein Widerstand bröckelte, und ich ließ mich ein auf das für mich tatsächlich Absurde.

Um es abzukürzen: Es blieb nicht bei den 5,7 Kilometern. Die anderen Staffelteilnehmer hatten


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