Sentimentale Einsamkeit und coole Entfremdung: Wie sich Kino, Theater und Kunst in den Schauplatz Tankstelle eingefühlt haben

Feuilleton | aus FALTER 02/16 vom 13.01.2016

Wenn Friedrich Liechtenstein über Tankstellen spricht, klingt das so, als wären bereits ganze Bibliotheken mit Büchern zu diesem Thema gefüllt worden. Der Blick in die Kulturgeschichte fiel weniger ergiebig aus als erwartet. Die meisten Treffer gab es im Film. Liebende, Gangster und Urlauber halten zwangsläufig immer wieder einmal an, um den Tank nachzufüllen.

Am enttäuschendsten war der Check der Popmusik. Auf die Schnelle ließ sich kein einziger Genrehit finden. Reimtechnisch würde sich die Tankstelle zwischen der Grellen Forelle und "Der Mond schien helle" doch ohne weiteres ausgehen.

Edward Hopper (1882-1967) malte die roten Zapfhähne im Jahr 1940. Das Gemälde mit dem Titel "Benzin" evoziert mit seiner magischen Beleuchtung und dem finsteren Wald im Hintergrund ein Gefühl von Einsamkeit. Die Mobilität im Auto macht das Individuum zum Trabanten der Landstraße und die Tankstelle zum Ort flüchtiger Begegnungen MD

Das Musical "Die Drei von der Tankstelle" (1930) war der erfolgreichste


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