Zur Frauenverachtung erzogen

Die sexuelle Gewalt in muslimischen Ländern ist unerträglich. Ich habe es erlebt. Köln zeigt, dass wir auch jene Männer ins Land lassen, die unsere Rechte missachten

GASTKOMMENTAR: BIANCA TSCHAIKNER | Politik | aus FALTER 02/16 vom 13.01.2016

Ich bin das, was manche als einen richtigen Multikultitypen bezeichnen würden. Mein Interesse für fremde Kulturen ist so groß, dass ich seit sechs Jahren eine Art Nomadenleben führe. So konnte ich verschiedene muslimische Gesellschaften kennenlernen.

Ich habe zwei Jahre in Marokko gelebt, in Jordanien in palästinensischen Flüchtlingslagern gearbeitet, bin Monate durch Usbekistan und durch den Iran gereist, ich war in Dubai, in der Türkei, in der Westsahara, in der Westbank und lange in Indien, wo der Islam die zweitgrößte Glaubensrichtung darstellt.

Ich empfinde den Austausch mit anderen Kulturen stets als große Bereicherung. Aber egal, mit welcher Kultur ich gerade zu tun habe - ich habe kein Verständnis für Frauenfeindlichkeit, Rassismus oder sonstige Verstöße gegen die Menschenrechte.

Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass sexuelle Belästigung in muslimisch-patriarchalischen Gesellschaften leider an der Tagesordnung ist. Die Respektlosigkeit, der man tagtäglich ausgesetzt

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