Präsidentschaftskandidat Rudolf Hundstorfer: Vom Hundesteuerreferat in die Hofburg


PORTRÄT: NINA HORACZEK
Politik | aus FALTER 03/16 vom 20.01.2016

Schält Rudolf Hundstorfer eine Banane, knickt er weder den Schaft um, noch bricht er die Spitze weg. Er prüft kurz, ob die Frucht reif genug ist, und bricht sie entschlossen in der Mitte auseinander. "Er checkt eine Sache ab und packt dann ohne Umschweife zu", erklärte einst ein Parteifreund den Charakter des SPÖ-Politikers anhand dieses Bananenticks.

Diesmal hat sich Hundstorfer eine ziemlich grüne Banane gegriffen. Der Noch-Sozialminister ist SP-Kandidat für die Bundespräsidentschaftswahl. Eine Notlösung nach dem überraschenden Tod der damaligen Nationalratspräsidentin Barbara Prammer vor eineinhalb Jahren.

Als Notnagel hat der 64-Jährige schon überrascht. Als der Österreichische Gewerkschaftsbund 2006 aufgrund krimineller Zockereien der Bawag-Bank, die der Gewerkschaft gehörte, beinahe zusammenbrach, wurde Hundstorfer als Notlösung neuer ÖGB-Chef. Ihm gelang es, den ÖGB zu sanieren, und zwei Jahre darauf wechselte er ins Sozialministerium. Dort war er als Sozialminister

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