Digitalia

IT-Kolumne

Medien | ANNA GOLDENBERG | aus FALTER 03/16 vom 20.01.2016

Dass das Telefon zu den natürlichen Feinden des Digitaleinheimischen zählt, wurde an dieser Stelle bereits erläutert (weitere Feinde: Funklöcher, Postämter, Blickkontakt). Als Grund gilt dessen Fähigkeit, die synchrone Kommunikation durch gesprochene Sprache zu ermöglichen. Die Gefahr von Schweigepausen und Hintergrundgeräuschen sowie das Fehlen von Emoticons und GIFs, um Gefühlen Ausdruck zu verleihen, verursachen beim Digitaleinheimischen Stresszustände.

Weiters, so wurde auf orf.at analysiert, werden unangekündigte Anrufe immer öfter unterlassen, weil sie als Störung der Privatsphäre gelten. Da der Digitaleinheimische als besonders höflichkeitsbewusste Spezies beschrieben wird (vgl. Nutzung des "Like"-Buttons), lösen solche Normenverstöße ebenfalls Stress aus. Ein typisches Stresssymptom ist ein gesteigertes Vibrationsempfinden, das durch wiederholte Wischbewegungen mit dem Zeigefinger zu kompensieren versucht wird.


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