Böser fremder Mann

Wer nach Köln Muslime pauschal kriminalisiert, schürt Rassismus, statt Sexismus zu bekämpfen


KOMMENTAR: NINA HORACZEK
Politik | aus FALTER 03/16 vom 20.01.2016

Hütet euch vor diesen Feministen: Die westliche Frau müsse vor muslimischen Männern geschützt werden, so lautet die Forderung der neuen Frauenversteher nach den sexistischen und kriminellen Übergriffen männlicher Migranten auf Frauen in Köln. Ein Credo, das in die Mitte der Gesellschaft schwappt und sachliche Debatten verunmöglicht.

Der Flüchtlingsdiskussion sind binnen kürzester Zeit sämtliche Grautöne abhandengekommen. Da gibt es auf der einen Seite jene, die angelehnt an Köln behaupten, wir hätten einen Schwall von Männern importiert, der gewalttätig, frustriert und frauenhassend sei. Jetzt, wo es um "unsere" Frauen geht, mutieren selbst Pegida-Vereinfacher und Freiheitliche zu glühenden Feministen. Dass FPÖ-Politiker sonst mit Freude gegen angeblich "ehezerstörende" Frauenhäuser kämpfen -Schwamm drüber.

Auf der gegenüberliegenden Seite stehen jene, die empört rufen, die Flüchtlinge seien eh alle so lieb, und auf "ihren" persönlichen Flüchtling verweisen, den

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