In der Tel Aviver Kochschule

Haya Molcho bringt verzagten Österreichern das Essen und Kochen mit den Händen bei

Stadtleben | ERLEBNISAUFSATZ: BARBARA TÓTH | aus FALTER 03/16 vom 20.01.2016

Israelische Lässigkeit ist gerade ein großes Thema in Wien. Hinter dem Stephansdom in der Schulerstraße hat vor Weihnachten das Miznon eröffnet, das jüdisch-mediterrane Lokal des israelischen Starkochs Eyal Shani. Hier gibt es weder Gedecke noch eine Sitzordnung. Man bestellt an der Bar, nascht währenddessen Tahina, eingelegtes Gemüse und Fladenbrot vom Buffet und verzehrt seine Speise -im Grunde kreativer als sonst gefüllte Fladenbrote - zur Not im Stehen. Dazu serviert Shani im Ganzen geschmorten Karfiol oder Broccoli, die völlig unprätentiös eingewickelt im Backpapier auf den Tisch kommen. Oder auf den Schoß.

Ziemlich chaotisch, finden viele. "Balagan!", würde Haya Molcho jetzt ausrufen. Nicht vorwurfsvoll, sondern anerkennend. Das Wort stammt aus dem Russischen und heißt übersetzt so viel wie Wirrwarr oder Durcheinander, in Wien würde man es natürlich mit "Pallawatsch" übersetzen.

Balagan ist Molchos Arbeitsmotto, selbst wenn es einem schwerfällt, das zu glauben. Dafür


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