... und raus bist du

Ein Kunstverein kämpft um seinen Verbleib in einer Gründerzeitfabrik. Ein Beispiel für Verdrängungsmechanismen am Immobilienmarkt

Politik | aus FALTER 03/16 vom 20.01.2016

Die Fassade des Hauses Thelemangasse 4 in Wien-Hernals ist heruntergekommen. Der Putz ist an einigen Stellen so weit abgebröckelt, dass über große Flächen die nackte Ziegelmauer zu sehen ist. Die Haustür ist unverschlossen. Der Schriftzug "Have you seen our house" über dem Garagentor und ein großes Transparent mit der Aufschrift "Festwerk" lassen zumindest erahnen, dass sich im Inneren des Gründerzeithauses zuletzt ein pulsierendes Kulturleben entwickelt hat.

Vor fünf Jahren hat sich hier der Wiener Kunstverein picapica eingemietet und dem Ort den Namen mo.ë und ein Programm verpasst. Seit 2010 finden hier, in der unmittelbaren Nähe des Brunnenmarktes, Ausstellungen, Konzerte, Installationen statt. Voriges Jahr kamen rund 15.000 Besucher zu den unterschiedlichen Veranstaltungen im Kunstraum mo.ë.

Geht es nach dem Eigentümer des Hauses, soll es damit jetzt Schluss sein: Der Immobilienentwickler Vestwerk, der die Liegenschaft im Jahr 2013 übernommen hat, hat große Pläne für

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