"Geht's heim, ihr könnt euch ja nicht benehmen"

Antidiskriminierungs-Expertin Daniela Grabovac über sich mehrende "Hass-Delikte" nach Köln, schlimme Karikaturen und die Ängste von Frauen

Steiermark | INTERVIEW: GERLINDE PÖLSLER | aus FALTER 03/16 vom 20.01.2016

Die Übergriffe auf Frauen in der Silvesternacht haben die Stimmung enorm aufgeheizt, nun mehren sich Attacken gegen (vermeintliche oder tatsächliche) Asylwerber und "arabisch" aussehende Männer. In Köln und anderen deutschen Städten kam es zu regelrechten Hetzjagden auf Migranten, im Netz formieren sich Bürgerwehren. Der deutsche Bundeskriminalamts-Chef warnt schon vor neuen Terrorgruppen nach NSU-Vorbild.

"Hate Crimes" nennt man solche Übergriffe, bei denen das Opfer gezielt nach der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe ausgewählt wird und die Tat sich somit gegen die ganze Gruppe richtet. Auch Verhetzung und Verbrechen nach dem Verbotsgesetz zählen zu Hassdelikten. 37 Prozent der Migrantinnen und Migranten in der EU wurden im letzten Jahr Opfer solcher Delikte, wie eine Studie der EU-Grundrechteagentur unter 23.500 Befragten ergab. Auch in Österreich ist die Zahl rechtsextremer Taten im Vorjahr stark gestiegen. Noch weniger bekannt: Auch Angriffe auf Frauen wie jene in Köln


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige