Die Finanzoligarchie herausfordern

Robert Reich, US-Ökonom und Ex-Minister, kritisiert den Kapitalismus für die wenigen und entwickelt Gegenstrategien

Politik | REZENSION: MARKUS MARTERBAUER | aus FALTER 03/16 vom 20.01.2016

Die Bonuszahlungen der Wall-Street-Banken betrugen im Jahr 2013 26,7 Milliarden US-Dollar. Mit diesen Mitteln hätten die Gehälter der gut eine Million Amerikaner mehr als verdoppelt werden können, die Vollzeit zum Mindestlohn von 7,25 Dollar pro Stunde beschäftigt waren.

Der dramatische Anstieg der Fantasiegehälter der Investmentbanker einerseits und der reale Rückgang der Einkommen der Working Poor andererseits prägen die US-Wirtschaft über die letzten Jahrzehnte. Sind sie durch Unterschiede in Leistung, Verantwortung und Nutzen der Tätigkeit für die Allgemeinheit gerechtfertigt?

Robert Reich bezweifelt das. Reich ist Professor für öffentliche Politik an der University of California in Berkeley und war von 1993 bis 1997 Arbeitsminister in der Administration Bill Clintons.

Wenn es nach Leistung, Verantwortung und allgemeinem Nutzen ginge, dann müssten engagierte Beschäftigte in Sozialarbeit, Schulen, Pflege und Kindergärten viel besser bezahlt werden, hingegen viele CEOs, Hedgefonds-Manager,


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