Cool & the Gang

Der Wiener Maler Christian Rosa wurde in Los Angeles zum Star. Nicht alle lieben den sensiblen Hooligan

Feuilleton | Porträt: Matthias Dusini | aus FALTER 04/16 vom 27.01.2016

Wenn Kunst auf Pop trifft, kracht' s. "Was soll das, man kommt nicht rein, ihr Wichsfressen? Ich hoffe ihr krepiert an Aids und Krebs, ihr schwulen Hurenkinder", kommentierte ein Facebook-Gast den Auftritt von Mobb Deep im Palais Palffy. Der Künstler Christian Rosa hatte am 19. Jänner zu einer Afterparty geladen und im Internet vorher die Nachricht verbreitet, dass die New Yorker Hip-Hop-Legenden bei freiem Eintritt spielen würden. Nur ein Teil der Fans hatte in der kleinen Disco Platz, was draußen zu milieutypischen Hassreden führte.

Der 33-jährige, in Los Angeles lebende Maler, dessen Markenzeichen eine rote Mütze und Ringelsocken sind, ist das Gesprächsthema der Wiener Kunstszene. Innerhalb von nur zwei Jahren ist er vom unbekannten Akademiestudenten zum Celebrity-Künstler aufgestiegen, der mit Leonardo di Caprio und Heidi-Klum-Lover Vito Schnabel herumhängt. Die einen halten ihn für einen Scharlatan, der es mit coolem Gangstergetue in die Schlagzeilen schafft. Die anderen


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