Kunst Vernissagen

Japanische Fotoavantgarde der Nachkriegszeit

Lexikon | NS | aus FALTER 04/16 vom 27.01.2016

Geprägt von der japanischen Protestbewegung in der Nachkriegszeit erschien 1967 und 1968 in Tokio das Fotomagazin Provoke. Fotokünstler wie Nobuyoshi Araki oder Yutaka Takanashi zielten mit ihren Arbeiten aber nicht mehr auf politischen Aktivismus, sondern auf den Alltag sowie die Gegenkultur und Kunstszene ihres Landes. In der Albertina eröffnet diese Woche die Schau "Provoke. Zwischen Protest und Performance - Fotografie in Japan 1960-1975", die die besondere Machart der nur dreimal erschienenen Fotozeitschrift ebenso würdigt wie den historischen Kontext und die wechselseitigen Beeinflussungen mit Tanz und Aktionskunst. Die Konzentration auf bewegte Bildausschnitte, die Kombination von Text und Foto, das neuartige Grafikdesign sowie die Verwendung von rauem Papier machten Provoke zu einem herausragenden Dokument.

Albertina, Do (28.1.) 19.00, bis 6.5.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige