Nüchtern betrachtet

Brot vs. Lemmy, Neues von Cheesy und Wursto

Klaus Nüchtern berichtet aus seinem Leben. Die Kolumnen als Buch: www.falter.at

Feuilleton | aus FALTER 04/16 vom 27.01.2016

Ständig kriegt man E-Mails von Menschen, die sich für die wunderbare jahrelange Zusammenarbeit bedanken -und deren Namen man noch nie gehört oder gelesen hat. Die dankbaren Unbekannten finden jedenfalls, dass es nun Zeit geworden sei, sich neu zu orientieren, neue Herausforderungen anzunehmen oder - Flat-Screeen-TV und Netflix hat man ja schon -ein neues Leben zu beginnen. Wenn jemand eine neue Leber möchte, kann ich das verstehen. Aber gleich ein neues Leben? Lässt sich das alte denn nicht mehr reparieren ? Die Selbstveränderungsimperative, die sich heute wieder breiter Zustimmung erfreuen, sind natürlich keine Erfindung des Neoliberalismus, schon Christen, Buddhisten und sonstige Freikörperheinis waren da immer schon stark pro. Ich will dagegen auch gar nicht viel sagen, außer dass "Weitermachen-wie-bisher" doch stark unterschätzt wird.

Über ein Jahr lang haben sich auch Hehu und Usho überlegt, sich zu verändern. Dann haben die beiden Nachteulen, die einmal im Quartal eine


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