Eine Stadt greift zur Waffe

Die Wiener beginnen sich zu bewaffnen, sie misstrauen dem Staat. Zu Besuch bei einem Währinger Waffenhändler

Politik | Reportage: Lukas Matzinger | aus FALTER 04/16 vom 27.01.2016


Foto: Heribert Corn

Foto: Heribert Corn

Für die Waffe ist das Schießen einfach. Der Abzug spannt die Feder. Der Bolzen schlägt auf die Patrone. Die Ladung zündet. Bumm und der Schlitten schnellt zurück. Die Hülse springt in einer kleinen Rauchwolke raus. Klick, schon ist die Waffe nachgeladen. Kein Stress, kein schlechtes Gewissen. Waffen schützen und töten, sie sind Sportgerät und Luxusgut, sie bieten Muße und sind Last. Sind das Allerprivateste und das Allerpolitischste.

Der Lindenhof in Währing. Ein friedvoller Gemeindebau, erbaut in den 20er-Jahren. Es gibt einen Brunnen, ein Fries, eine uralte Linde. Ein Allgemeinmediziner hat hier seine Ordination, es gibt einen Kindergarten, einen Bäcker. Und ein kleines Waffengeschäft.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige