Kommentar Museumspolitik

An die Kandare! Das Haus der Geschichte verfällt zum Politikum

Falter & Meinung | Barbara Tóth | aus FALTER 04/16 vom 27.01.2016

Es hätte sein Meisterstück werden sollen, derzeit sieht es nur nach einem Gesellenmurks aus. Das Gesetz, mit dem Kunstminister Josef Ostermayer kurz vor Weihnachten das Haus der Geschichte noch schnell, schnell auf den Weg bringen wollte, ist kräftig verunglückt.

Wüsste man nicht, dass der rote Kulturminister hinter dem Projekt stand und steht, man müsste annehmen, er wollte es elegant abwürgen. So schlampig und einfallslos ist die Gesetzesvorlage, deren Begutachtung soeben zu Ende ging, formuliert.

Schlampig, weil, wie der Rechnungshof und das Finanzministerium in ihren geharnischten Stellungnahmen zu Recht kritisieren, die Kostenabschätzungen weder nachvollziehbar sind noch mit den Prognosen übereinstimmen, die die interministerielle Steuerungsgruppe zur Neugestaltung des Heldenplatzes (inklusive des Hauses der Geschichte) kalkuliert hat.

Einfallslos, weil sowohl der wissenschaftliche Beirat wie der geplante "Publikumsbeirat" des Hauses der Geschichte nach der Methode Uralt besetzt


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