Baufüchse und Trüffelschweine

Auftakt im "Wo war mei Leistung"-Prozess. Eine starke Anklage, schwach vorgetragen. Und Grasser-Lobbyist Walter Meischberger in Erklärungsnot


Aus dem Gerichtssaal: Florian Klenk
Politik | aus FALTER 04/16 vom 27.01.2016

Am zweiten Verhandlungstag ist "das Trüffelschwein" am Wort. Einer der Strafverteidiger, Richard Soyer, hat Walter Meischberger gerade so genannt. Meischberger sitzt hier vor dem Richter, weil ihm die Anklagebehörde Untreue vorwirft. Provisionen seien ohne Leistung geflossen. Meischberger will diesen "Wo war mei Leistung"-Vorverurteilungen etwas entgegensetzen.

Es geht um die Leistung, die er für eine 600.000-Euro-Provision vom Baukonzern Porr erbracht haben soll - möglicherweise verdeckt ausgezahltes Schmiergeld. Aber Meischberger erzählt lieber von seinen goldenen Jahren in der blau-schwarzen Zeit. Von den Partys, die er besuchte. Von der schlimmen Phase danach, "als ich "hausdurchsucht war", als man ihm alles wegnahm, das Handy, den Computer, das Geld, die Villa. Ist es denn ein Wunder, dass er bei den ersten Verhören alles durcheinanderbrachte und nicht mehr wusste, warum er so schnell so reich geworden war?

Jetzt hat er für alles eine Erklärung. Er berichtet dem Schöffensenat

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