Wenn die Generation Allah in die Schule kommt

Zwei autobiografisch inspirierte Bücher über Islamismus zeigen auf, wie groß die Aufgaben für Schulen bei der Deradikalisierung sind

Politik | Rezension: Heidi Schrodt | aus FALTER 04/16 vom 27.01.2016

Ahmad Mansour weiß, wovon er spricht, wenn es um die religiöse Radikalisierung Jugendlicher geht. Der 39-jährige Psychologe, der in Israel aufgewachsen ist und sich selbst als "arabischen Israeli" bezeichnet, ist bekennender Muslim und wäre als junger Mann um ein Haar in eine terroristische Laufbahn geraten.

Fast beklemmend liest sich die Geschichte seiner Radikalisierung, die er, als Kind gemobbt und vom Vater mit autoritärer Strenge erzogen, durchlaufen hat. Nur ein Studium in Tel Aviv und später in Deutschland haben verhindert, dass er zum Intifada-Kämpfer wurde.

Seit 2004 lebt er in Deutschland und arbeitet mit Jugendlichen, die von Radikalisierung gefährdet sind. Er wirkt bei "Heroes" mit, einem Berliner Projekt für Jugendliche mit Migrationshintergrund, das sich für die Gleichstellung von Frauen und Männern einsetzt. In muslimischen Kreisen ist Mansour umstritten, was angesichts seiner Befunde und Thesen nicht allzu sehr verwundert.

Er sieht eine ganze Generation muslimischer


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