7 Sachen, die Sie über URBANE SEILBAHNEN eventuell nicht wussten

Stadtleben | aus FALTER 04/16 vom 27.01.2016

Seilbahnen in der Stadt? Gehören die nicht auf den Berg?

Nicht unbedingt. Zudem gibt es ja auch in Städten Berge.

Wo gibt's denn so was?

Etwa in London, wo das Thames Cable Car die Stadtteile Greenwich und Docklands verbindet. Oder die Hafenseilbahn in Barcelona, oder jene, die seit 1968 auf der kleinen singapurischen Insel Sentosa steht. Und vielleicht demnächst auch in Wien auf den Kahlenberg.

Ist das nicht neumodischer Blödsinn?

Wenn schon, dann bitte altmodisch, denn urbane Sessellifte, Zahnrad- und Seilbahnen sind im Grunde ein alter Hut: Bereits zwischen 1874 und 1919 gab es eine Zahnradbahn auf den Kahlenberg und 1964, bei der Wiener Internationalen Gartenschau, beförderte ein Sessellift die Besucher durch den Donaupark.

Warum will man so was heutzutage wieder in Großstädten?

Ganz einfach: Verglichen mit anderen Verkehrsmitteln ist die Seilbahn schneller, sauberer und billiger. Es gibt keine Staus, der CO2-Ausstoß ist gering und man benötigt nur wenig Fläche für die Stützen und Stationen.

Und wie viel würde so ein Teil von der U6-Station Neue Donau hinauf auf den Kahlenberg kosten?

Geschätzte 30 Millionen Euro.

Wer soll das zahlen?

Laut Wiener Wirtschaftskammer, die das Projekt verwirklichen will, soll es ausschließlich von privaten Investoren finanziert werden.

Wann kommt's?

Ist noch unklar. Angeblich sind die Pläne fix und fertig ausgeheckt, aber es fehlt noch das Okay der Stadt.


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