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Wut zum Mitnehmen: "The Big Short"

Lexikon | Sabina Zeithammer | aus FALTER 04/16 vom 27.01.2016

Im Jahr 2005 bahnte sich jene Immobilienblase auf dem US-Markt an, die ab 2007 zur globalen Finanzkrise führte. Adam McKay taucht mit "The Big Short" in die Welt der Investmentbanken ein und erzählt aus dem Inneren, wie es zum Platzen der Blase kam. Hauptpersonen sind dabei mehrere - an reale Personen angelehnte - Fondsmanager, Trader und Investoren, die auf das Fallen der Kurse wetten. Droht das Publikum nicht mehr mitzukommen, wird mithilfe bankferner Personen - etwa eines Kochs oder Selena Gomez' - im "Sendung mit der Maus"-Tonfall erklärt, was die Kernbegriffe der Branche bedeuten.

Erstklassig besetzt (Christian Bale, Steve Carell, Brad Pitt, Ryan Gosling u.v.a.) und hoch spannend erzählt wirft "The Big Short" zwei Fragen auf: Besteht die gesamte Finanzwelt aus skrupellosen Leuten und Idioten? Und: Wieso haben alle Hauptfiguren so grässliche Frisuren? Eine bittere Komödie, die die Zuschauer wütend wie selten aus dem Kino entlässt. Den Oscar für das beste adaptierte Drehbuch (geschrieben von Charles Randolph und McKay nach Michael Lewis' gleichnamigem Sachbuch) hätte diese Farce auf jeden Fall verdient.

Bereits im Kino (OF im Artis und Burg)


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