Kunst Vernissagen

Die neue Sachlichkeit in heimischer Lesart

Lexikon | NS | aus FALTER 04/16 vom 27.01.2016

Die Liste heimischer Künstler, deren Karriere durch den Zweiten Weltkrieg unterbrochen wurde, ist lang. Seit einigen Jahren wird dieser Generation mehr Aufmerksamkeit zuteil und das Wien Museum setzt seine diesbezügliche Forschung mit der Schau "O. R. Schatz und Carry Hauser: Im Zeitalter der Extreme" fort. Der Maler Otto Rudolf Schatz schuf seine stärksten Bilder in einem neusachlichen Stil, in Holzschnitten reflektierte er die gesellschaftlichen Schieflagen. Wie Schatz war auch Carry Hauser Mitglied der Künstlervereinigung Hagenbund. Er wurde der "österreichische George Grosz" genannt, wiewohl er in eine romantisch-magische Richtung tendierte. Beide Künstler wurden mit Berufsverbot belegt, konnten aber nach dem Krieg wieder arbeiten.

Wien Museum, Mi (27.1.) 18.30; bis 16.5.


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