Als sich Frauen in die Freiheit bombten

Die Suffragetten waren gewalttätig und radikal. Hat ihre Geschichte uns heute noch etwas zu sagen?

Feuilleton | Betrachtung: Stefanie Panzenböck | aus FALTER 05/16 vom 03.02.2016

Heroinen des Feminismus, Kämpferinnen für die Rechte der Frauen - so zeichnet der Film "Suffragette - Taten statt Worte" die Mitglieder der militanten Frauenbewegung im Jahr 1913 (siehe Interview S. 24).

Als die Revolte der Suffragetten damals auf ihrem Höhepunkt war, drehte der dänische Regisseur Urban Gad den Stummfilm "Die Suffragette" mit Asta Nielsen in der Hauptrolle. Obwohl die Argumente der Frauenrechtlerinnen durchaus ihren Platz bekamen, endet der Film damit, dass die Protagonistin Nelly dem Aktivismus abschwört und sich mit der Rolle der Mutter und Ehefrau zufriedengibt.

Der Film schilderte weniger eine reale Geschichte als den kollektiven Wunsch nach Harmonisierung eines gesellschaftlichen Konflikts im Schoße der bürgerlichen Familie. In den Augen vieler Zeitgenossen waren die militanten Frauen nichts anderes als hysterische Weiber, die durch ihr Verhalten einmal mehr bewiesen, dass man ihnen keine politische Verantwortung übertragen sollte.

Die Bewegung der Suffragetten


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