Nüchtern betrachtet

Zürichs Biermanagement lässt zu wünschen übrig

Feuilleton | aus FALTER 05/16 vom 03.02.2016

Wer in Zürich wohnt, muss sich ein bisschen so fühlen wie in einer liebevoll gestalteten Modelleisenbahnlandschaft. Alles ist immer gleich nebenan und genau dort, wo es hingehört. Alles, außer das Dosenbier. In Zürich kann man mit der Straßenbahn zum Flughafen fahren. Dauert 37 Minuten. Mit der Schnellbahn geht's noch viel flotter, und wenn man mit der Rolltreppe rauffährt, steht man schon beim Check-in. Am Bürkliplatz kann man Bratwürstli essen und auch gleich noch mit dem Schiffli über den Zürisee schippern. Die Seerundfahrtstewardess spricht Englisch mit mir, wird aber schließlich doch des Umstands gewahr, dass wir theoretisch dieselbe Sprache sprechen. Aha, aus Österreich. "Die Schweiz ist aber auch schön", sagt sie. "Hat keiner was anderes behauptet", antworte ich. Auf die Schönheit der Schweiz vertrauen die Zürcher so sehr, dass sie Seerundfahrten ohne Getränke anbieten. Das ist weltweit einzigartig.

Wohin in Zürich, wenn man Bürkliplatzbratwurst und Seerundfahrt


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