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Fünf-Euro-T-Shirts werden mit Blut bezahlt

Lexikon | Nathalie Grossschädel | aus FALTER 05/16 vom 03.02.2016

Noch vor Jahren brachten Modeunternehmen jährlich zwei Kollektionen auf den Markt. Heute liefern Billigketten wie H&M 52 Kleinkollektionen in ihre Läden. Der Begriff "Fast Fashion" entstand: Kurzlebige Mode, die so günstig ist, dass man sie gedankenlos wegschmeißen kann. Produziert wird in Entwicklungsländern, die Löhne liegen unter drei Dollar pro Tag. Drei Jahre nach dem Einsturz einer Textilfabrik in Bangladesch, bei dem 1.130 Menschen starben, haben sich die Arbeitsverhältnisse nicht verbessert. Bloß die Modeindustrie konnte nach dem Unglück ihre fettesten Gewinne überhaupt erzielen. "The True Cost" deckt auf, dass bei der Baumwollproduktion in Indien der Saatgut-Produzent zugleich die Pestizide liefert. Selbst wenn die Bauern wegen der Chemikalien an Krebs erkranken, macht das Unternehmen Gewinn: Es stellt auch die Medikamente her.

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