Minikredite statt Mitleid

Ein kleines Dorf hilft Flüchtlingen nicht mit Almosen, sondern mit zinslosen Darlehen

Politik | Bericht: Nora Laufer | aus FALTER 05/16 vom 03.02.2016

Josef Lindner beschäftigt sich in seinem Alltag normalerweise damit, die kleine Färbergemeinde Gutau im unteren Mühlviertel für junge Menschen attraktiver zu machen. Vor drei Jahren sah sich der Bürgermeister jedoch einer neuen Herausforderung gegenüber: In seiner Gemeinde wurden 40 Flüchtlinge untergebracht, noch dazu mitten am Marktplatz.

Wie auch in vielen anderen Orten Österreichs gab es in Gutau Bedenken, bevor das Flüchtlingsheim in einem ehemaligen Gasthaus eröffnet wurde. Noch dazu galt der Wirt als Drehscheibe des Bezirks. Dass die Integration trotz der anfänglichen Skepsis gut funktioniert, hat auch damit zu tun, dass die Gutauer ihre neuen Mitbürger auf dem Weg in die Selbstständigkeit unterstützen: Sie vergeben zinslose Darlehen an die Flüchtlinge. Studenten der Wirtschaftsuniversität Wien haben sich vor Ort angesehen, wie wirkungsvoll die Initiative tatsächlich ist.

Begonnen hat das Projekt mit dem ersten positiven Asylbescheid eines Flüchtlings: "Ich habe beim


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige