Zu neuen Ufern: Vom Gestade des Euphrat an den Beckenrand in der Wiener Stadthalle

Politik | Begegnung: Sibylle Hamann | aus FALTER 05/16 vom 03.02.2016

In den Tagen, in denen das Schwimmbad zum Epizentrum der Flüchtlingsdebatte wird, geht eine Gruppe Asylwerber ins Schwimmbad. Erschöpft, aber zufrieden kommen sie aus der Stadthalle und hängen die nassen Handtücher auf den Wäscheständer: Abdulhakim, der Friseur, Abdulrahman, der Falafelkoch, Ghassam, der Badmintonspieler, Ahmed, Sharif, Omar, Mohammed. Sieben Männer zwischen Mitte 20 und Mitte 30, die meisten aus der vom IS überrannten ostsyrischen Stadt Deir-ez-Zor.

Und, wie war's?"Ganz normal", sagen sie, als verstünden sie die Frage nicht. Ja, sie hätten auf Facebook mitbekommen, was angeblich passiert, wenn männliche Flüchtlinge in österreichische Schwimmbäder gehen. Gaffen und Begrapschen in die eine Richtung, Anfeinden und Ausgrenzen in die andere. Aber nichts von alldem in der Stadthalle. Ahmed versichert, er sei vier Stunden lang konzentriert seine Bahnen geschwommen. Omar und Mohammed geben zu, "wegen dem Rauchen" nicht so richtig in Form zu sein. Höfliches Personal,

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