Neue Platten

Feuilleton | aus FALTER 05/16 vom 03.02.2016

Pop

Rihanna: Anti

Von 2005 bis 2012 hat Rihanna Jahr für Jahr Alben und Superhits rausgehaut. Umso länger hat nun "Anti" gebraucht: Die Sängerin brach im Laufe der Entstehung mit ihrer Plattenfirma und die zwischendurch entstandenen Singles wie "Bitch Better Have My Money" haben es am Ende auch nicht auf die Platte geschafft. Die soll Rihannas Unabhängigkeitserklärung sein, klingt trotz einiger schöner, beseelter Momente aber leider etwas höhepunktlos. Es ist, als würde man einem Weltstar beim Kiffen zuhören. (Westbury Road) SF

Pop

Mynth: Plaat II

War 2015 das Jahr der Gitarrenbuben im österreichischen Pop, so dürfte 2016 von Boy-Girl-Duos mit elektronischer Erdung geprägt werden. Leyya werden bereits international wahrgenommen, nun zeigt auch das Zwillingspaar Giovanna und Mario Fartacek alias Mynth auf. Statt Party und Tanz gibt es hier Schwelgerei im reduzierten Tempobereich, Atmosphäre und gepflegte Schwermut; der zugehörige Gesang, mehr gehaucht als voluminös intoniert, wirkt selbstvergessen und hat doch Präsenz. (Seayou) GS

Live: Rote Bar, 5.2., 22 Uhr

Klassik

Janine Jansen: Brahms &Bartók

Janine Jansen spielt auf ihrem neuen Album die Violinkonzerte von Brahms und Bartók, jedes für sich ein musikalisches Universum, dem sie mit ihrer Stradivari die wunderbarsten Töne zu entlocken vermag. Zu Recht zählt die Niederländerin zu den besten ihrer Zunft, auch weil es ihr immer wieder gelingt, den Giganten der Geigenliteratur ein eigenes, neues Gewand zu verpassen. Auf der Bühne ist Jansen übrigens eine echte Naturgewalt. Am 29. März kann man sich davon im Wiener Konzerthaus überzeugen. (Decca) MDA


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