Ein treuer Freund

Der smarte FP-Chefideologe Norbert Hofer springt als blauer Präsidentschaftskandidat ein. Wofür steht er?


Porträt: Nina Horaczek
Politik | aus FALTER 05/16 vom 03.02.2016

Im Nibelungenlied ist es Hagen, der seinem König Gunther treu ergeben ist. Im echten Leben ist es Norbert Hofer, der über Heinz-Christian Strache sagt: "Ich lege für ihn meine Hand ins Feuer." Will man mit einem Wort beschreiben, warum der FPÖ-Politiker und Dritte Nationalratspräsident nun doch bei der Bundespräsidentschaftswahl antritt, wäre "Nibelungentreue" das richtige.

Noch vor kurzem hatte er eine Kandidatur dezidiert ausgeschlossen. Er sei mit 44 Jahren zu jung und aus gesundheitlicher Sicht sei ein kräftezehrender Wahlkampf für ihn nicht drin. Nachdem die FPÖ-Spitze sich auf keinen anderen Kandidaten einigen konnte, blieb Hofer nichts anderes übrig, als für Strache die Kastanien aus dem Feuer zu holen. Dabei ist der Burgenländer gar nicht der Typ Politiker, der gerne landauf, landab von Plakatwänden lächelt. Hofer wirkt lieber im Hintergrund, ist außerhalb seiner Partei kaum bekannt.

Und das, obwohl der FP-Präsidentschaftskandidat schon seit mehr als zwei Jahrzehnten

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