Kommentar des Chefredakteurs

Wie die Justiz den Corpsgeist unter Rechtsschutz stellt: ein Einspruch


Leitartikel: Florian Klenk
Falter & Meinung | aus FALTER 05/16 vom 03.02.2016

Reden wir über den Staat, die Polizei und das wachsende Ressentiment gegen Asylwerber. Da bauen sich gerade Spannungen auf. Nicht so wie in Schweden oder Deutschland, wo der Mob Handgranaten in Asylunterkünfte wirft oder sogar Jagd auf Kinder macht. Hier gehen die Uhren anders, aber sie laufen auch schon falsch.

Der Kriminalbeamte aus Traiskirchen erzählt bei Kaffee und Kuchen, seine Kollegen glauben, man müsse den Asylwerbern schon ein bisschen härter kommen, denn "da unten sprechen alle eine andere Sprache". Man verliere ja sonst den Respekt.

Der Wiener Polizeioffi zier versichert bei einem Tratscherl, "wir laden uns gerade unsere Mörder ein" und die Presse schaue weg. Die polizeiliche Pressestelle vermarktet einzelne Vergewaltigungsfälle von Afghanen, man will ja in Zeiten wie diesen nichts mehr vertuschen.

Der Staat wird als schwach, überfordert und unehrlich erlebt. Die Leute bewaffnen sich in der sichersten Stadt Europas, wie Lukas Matzinger letzte Woche im Falter anschaulich

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