Stadtrand Urbanismus

Der Retter in der schlimmsten Not

Stadtleben | Birgit Wittstock | aus FALTER 05/16 vom 03.02.2016

Üblicherweise zeichnen sich Metropolen ja auch durch ihre Geschäftigkeit aus. Zumindest ist das eines der augenscheinlichsten Merkmale, wenn man vom Land in die Stadt kommt: auf der einen Seite Ruhe und Beschaulichkeit, auf der anderen reges Treiben. Wien ist diesbezüglich ein bisschen anders - spätestens nach 20 Uhr treibt da gar nichts mehr. An den Wochenenden ist man auf so mancher Straße einsamer als in einem 100-Seelen-Kaff. Der Grund lautet Ladenöffnungszeiten. Über deren Ausdehnung und den heiligen Sonntag wird oft genug gestritten - nicht an dieser Stelle!

Stattdessen wollen wir einem Retter in der Not huldigen: dem U3-Supermarkt am Westbahnhof. 1999 auf der Ebene zwischen U6 und U3 eröffnet, leuchtete er den Weg in ein neues Jahrtausend: 365 Tage im Jahr geöffnet, meist bis 24 Uhr, an zwei Tagen die Woche sogar bis eins. Und es wird noch besser: Dank der vielen Touris, die bis vor kurzem noch vorbeiströmten, gibt es hier nicht nur letschertes Brot, sondern Hershey's-Schoko, Dr.-Pepper-Brause und andere Produkte aus der großen weiten Welt. Totales Metropolengefühl.


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