Zwei Farben Rot regieren in Wien

Die Wiener SPÖ kämpft in der Flüchtlingsfrage gegen die schwarz-blaue Opposition und vor allem gegen einen Rechtsruck in den eigenen Reihen. Eine Zerreißprobe

Politik | Frontbericht: Nina Horaczek | aus FALTER 05/16 vom 03.02.2016

Rot und Rot ist nicht dasselbe. Zumindest derzeit nicht in der Wiener SPÖ. Vergangene Woche hielt die SP-Gemeinderätin Muna Duzdar aus Wien-Donaustadt im Rathaus eine Rede: "Sie hussen die Leute auf, aber wir handeln ", schrie Duzdar den FPÖ-Gemeinderäten entgegen. Ihre Partei setze sich ein für Menschen, "die sich nichts anderes zuschulden kommen ließen, als vor Krieg und Verfolgung zu fliehen". Wien stehe weiterhin auf der Seite der Flüchtlinge, sagte die Gemeinderätin.

Kurz zuvor hatte Duzdars SP-Bezirkschefin Ruth Becher der Kronen Zeitung dieses Interview gegeben: "Der Zustrom muss kontrolliert werden." Die Donaustädter Rote kritisierte ihre Parteikolleginnen Sonja Wehsely, Renate Brauner und Sandra Frauenberger. Die drei SP-Stadträtinnen hatten sich gegen eine Obergrenze bei der Aufnahme von Asylwerbern ausgesprochen.

Seit die Bundesregierung bei einem Asylgipfel vor zwei Wochen beschlossen hatte, dieses Jahr nur 37.500 Asylwerber nach Österreich zu lassen, ist auch in der


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