Schwarz oder weiß, es verändert dein Leben

Ta-Nehisi Coates' Brief an seinen Sohn ist das Buch der Stunde für alle, die sich Sorgen über Rassismus machen

Politik | Rezension: Anna Goldenberg | aus FALTER 05/16 vom 03.02.2016

Knapp fünf Jahre ist sein Sohn Samori alt, als der amerikanische Journalist Ta-Nehisi Coates mit ihm an der Upper West Side, einem wohlhabenden, traditionell weißen Viertel von New York, ins Kino geht. Vater und Sohn steigen von der Rolltreppe, plötzlich schiebt den Buben eine weiße Frau von hinten an. "Mach schon", sagt sie.

"Ich drehte mich um und richtete Worte an diese Frau, in denen der ganze Augenblick und meine gesamte Geschichte aufloderten", beschreibt Coates in seinem neuesten Buch "Zwischen mir und der Welt" den Zwischenfall. Es sei so viel auf einmal geschehen: "Zunächst die typische Reaktion jedes Menschen, wenn ein Fremder Hand an den Körper seines Kindes legt. Dann die Zweifel an meiner Fähigkeit, deinen schwarzen Körper zu schützen. Und noch mehr: mein Gefühl, dass diese Frau ihre Vormachtstellung herauskehrte."

Als Brief an seinen heute 15-jährigen Sohn geschrieben, erzählt Coates in "Zwischen mir und der Welt" von seiner Jugend im segregierten und von Gewalt


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