Kommentar Architektur

Zarte Schachtel, heiße Luft: Das neue Wien Museum am Karlsplatz

Falter & Meinung | Matthias Dusini, Stefanie Panzenböck | aus FALTER 05/16 vom 03.02.2016

Es sollte alles geklärt sein. Das Büro Winkler +Ruck hat mit Certov Architekten den Wettbewerb für den Umbau des Wien Museums gewonnen, 2017 ist Baubeginn, 2020 alles fertig. Der Oswald-Haerdtl-Bau aus den 1950er-Jahren wird aufgestockt sein und das Museum über zusätzliche Ausstellungsflächen verfügen.

Doch seitdem die Entscheidung der Preisjury Ende letzten Jahres bekannt wurde, gehen die Wogen hoch. So auch vergangene Woche, als im Wien Museum eine öffentliche Diskussion stattfand. Auf dem Podium saßen Wien-Museum-Direktor Matti Bunzl, die stellvertretende Jury-Vorsitzende und Architektin Elke Delugan-Meissl und der Wettbewerbssieger Roland Winkler. Als einziger Kritiker war Christian Kühn, Professor an der Technischen Universität Wien, geladen.

Kühn fasste die Mängel des Projekts zusammen, ohne zu polemisieren. So habe sich der auf dem Haerdtl-Bau liegende Denkmalschutz als Hemmschuh erwiesen, der anspruchsvollere Lösungen verhinderte. Auch städtebaulich sei die geplante


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