Kolumne Außenpolitik

Die riskanten Geschäfte mit den iranischen Mullahs

Franz Kössler | Falter & Meinung | aus FALTER 05/16 vom 03.02.2016

Seit die Internationale Atomenergiebehörde bestätigt hat, dass der Iran sich offenbar an die Vereinbarungen zur Einschränkung seines Atomprogramms hält, herrscht Goldrausch in Europa. Die iranische Wirtschaft hat dringenden Modernisierungsbedarf, und nach Aufhebung der Sanktionen kann das Land wieder über seine eingefrorenen Milliarden verfügen. Das kommt wie ein Geschenk des Himmels für die europäischen Unternehmen, die traditionell im Iran engagiert waren und die zurzeit unter den Russland-Sanktionen und der chinesischen Konjunkturflaute leiden.

Vor Begeisterung werden die Natur des iranischen Regimes und die damit verbundenen Risiken leicht vergessen - ebenso wie das eigene Schamgefühl, das beim Europa-Besuch des iranischen Präsidenten Hassan Rohani in der vergangenen Woche skurrile Tiefpunkte erreichte. Obwohl man ja schon einiges gewohnt ist von westlichen Politikern und Wirtschaftsbossen, die autoritäre Regime freundlich und spendabel stimmen möchten.

Der Handkuss Berlusconis

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