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IT-Kolumne

Medien | Anna Goldenberg | aus FALTER 05/16 vom 03.02.2016

In Aufsichtsräten herumsitzen, Memoiren schreiben, sich an exotische Orte wie Argentinien oder Attnang-Puchheim zurückziehen - was österreichische Politiker im Ruhestand so treiben, ist oft mäßig spannend. Jenseits des Atlantiks zeigt man mal wieder vor, wie innovativ der moderne Politikerpensionist sein kann: Ex-US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld (2001-2006, der mit Afghanistan und Irak und Abu Ghraib, eh schon wissen) hat eine App namens "Churchill Solitaire" herausgebracht. Es ist eine Version des Kartenspiels, wie sie angeblich nur der ehemalige britische Premier Winston Churchill spielte.

Auf der Blogging-Platt form Medium schreibt der 83-jährige Rumsfeld über sein Projekt. Und erntet dabei jede Menge Häme von den Lesern. "Mir hat der Artikel wirklich gut gefallen. Bis ich draufgekommen bin, wer der Autor ist", kommentiert ein User. "Erwarte mit Spannung Ihre Gamifizierung von Waterboarding", forderte eine andere Kommentatorin. Und ein Dritter schrieb: "Es ist toll, was Menschen machen können, wenn sie nicht zu Tode gefoltert werden!"


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