"Ich bin ein gestopfter Teddybär"

Schönheit in der strengen Kammer: Die Musik-Abenteurerin Maja Osojnik präsentiert ihr erstes Soloalbum

Feuilleton | Porträt: Gerhard Stöger | aus FALTER 06/16 vom 10.02.2016

Die schwarz lackierten Fingernägel legen eine falsche Fährte. Maja Osojnik ist kein düsteres Wesen. Ganz im Gegenteil, sie zählt zu den herzlichsten Menschen der Wiener Musikwelt. Wer zweimal "Hallo" zu ihr gesagt hat, wird bei der nächsten Begegnung wahrscheinlich schon abgebusselt, und wenn sie sich nach dem Befinden erkundigt, klingt es kein bisschen floskelhaft.

Die 39-jährige Musikerin, Sängerin und Szene-Netzwerkerin ist die Frau der drei "L": laut, lustig und liebenswert. Die Frau der drei "E" ist sie ebenfalls: energiegeladen, experimentierfreudig und extrem. Seit Osojnik vor rund 20 Jahren ohne Geld, ohne Wohnung und ohne Deutschkenntnisse aus Slowenien nach Wien gekommen ist, um, nicht eben alltäglich, Blockflöte zu studieren, hat sie 14 Alben veröffentlicht. In unterschiedlichsten Bandkonstellationen und mit verschiedenartigster Musik.

Neu arrangierte Volkslieder ihrer alten Heimat konnten das sein, mit Punkenergie aufgeladener Artrock, zeitgenössische Klassik, Jazz


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