Der neue Buhmann

Bis jetzt kannte man Alois Stöger als Ablösekandidat. Nun präsentiert sich der rote Minister als Kämpfer gegen Sozialabbau und Neoliberalismus - und als Zielscheibe der ÖVP


Porträt: Nina Horaczek
Politik | aus FALTER 06/16 vom 10.02.2016

Zündeln ist seine Spezialdisziplin. Dabei wirkt Alois Stöger gar nicht wie einer, der politisch mit dem Flammenwerfer unterwegs ist. "Zündeln und löschen" lautete der Titel seiner Abschlussarbeit für das Studium "soziale Praxis", das der SP-Politiker an der Marc-Bloch-Universität in Straßburg abschloss.

Nun zündelt aber wer anderer gegen Stöger. "Mir graut vor einem reformunwilligen Sozialminister", schimpfte ÖVP-Klubobmann Reinhold Lopatka am Dienstag vor einer Woche und warf ihm vor, ein "Arbeitsverweigerer" zu sein.

Hintergrund dieser Angriffe ist die Debatte um die Mindestsicherung. Die ÖVP möchte diese Sozialleistung für Menschen, die weniger als sieben Jahre in Österreich leben, halbieren. Das betrifft vor allem Flüchtlinge. Und sie möchte, dass kein Bezieher mehr als 1500 Euro bekommt - egal, ob eine Familie ein Kind hat oder fünf.

Stöger lehnt eine Kürzung ab. Diese würde vor allem Kinder treffen, sagt er. "Mir graust vor Vorschlägen, die auf der Oberfläche dahinschwimmen",

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