Vertuscht? Von wegen!

Die Polizei hat die Vergewaltigung eines Buben völlig zu Recht geheim gehalten

Politik | Verteidigung: Florian Klenk | aus FALTER 06/16 vom 10.02.2016

Konrad Kogler sah gar nicht gut aus, am vergangenen Sonntag in der "Pressestunde". Ob die Polizei denn die Wahrheit vertusche, wollten die Presseleute wissen. Und wieso dieses entsetzliche Verbrechen nicht offensiv kommuniziert wurde.

Das entsetzliche Verbrechen war eine Vergewaltigung eines zehnjährigen Buben durch einen irakischen Flüchtling im Theresienbad im Dezember. Er habe schon lange keine Frau mehr gehabt, rechtfertigte sich der Täter. Und deshalb musste das Kind als Opfer dienen.

Den Massen auf Facebook, aber auch den seriösesten Medien war klar: die Polizei habe hier in der Öffentlichkeitsarbeit versagt, der Fall hätte per Presseaussendung öffentlich gemacht werden müssen und nicht verschwiegen werden dürfen.

Ist dem so? Die Debatte mutet etwas skurril an - und ist doch lehrreich. Zum einen wurde der Fall ja medial ohnedies im Dezember berichtet - als Kurzmeldung im Kurier. Das Verbrechen geschah vor den Vorfällen in Köln und wurde offenbar nicht als exemplarisch genug


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