Der (Auf-)Spießer

Asian-Fusion-Experte Wini Brugger setzt jetzt auf Spieße, zum Beispiel mit Hühnerleber

Gerichtsbericht: Nina Kaltenbrunner | Stadtleben | aus FALTER 06/16 vom 10.02.2016

Street Food statt Fine Dining. Spitzenkoch Wini Brugger hat umgesattelt. Nach Sterne- und Haubenküche in Yohm und Indochine21 heißt sein neues Steckenpferd Yakitori - kleine japanische Spießchen vom Grill. Und zwar primär vom Huhn. Hardcore. Vom Kopf bis zum Po (beinahe).

Fine-Dining-Tralala wollte er jedenfalls nicht mehr machen, sondern das genaue Gegenteil: etwas Einfaches, Unkompliziertes, Lustiges. Das bietet er seit kurzem im "Winisan", zu Deutsch Herr Wini, an. Die Optik der neuen Wirkungsstätte ist in etwa so kontrovers wie der Brugger'sche Schaffensbruch: Eine 400 Jahre alte Backstube in der Josefstadt mit dunklen, verschachtelten Räumen, der das Künstlerduo "Rotkäppchen und Goliath" mit reichlich Streetart einen poppigen Anstrich verliehen hat.

Das passt nicht? Oh wohl! Asia-Graffitis von Manga-Art über Sujets wie Budoringer oder die Geisha, ein lustvoll geöffneter Mund, Rauchschwaden, grau, schwarz, weiß und purple - für die japanische Kirschblüte ... Pop-Art meets

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