Der Angriff der rechten Brigaden

Zwei Journalisten warnen in einem lesenswerten Buch vor der Unterwanderung der Demokratie durch die "gefährlichen Bürger"

Politik | Rezension: Werner A. Perger | aus FALTER 06/16 vom 10.02.2016

Manche Bücher sind gefährlich. Dazu eine kurze Geschichte, vielleicht inszeniert, womöglich sogar erfunden, aber ganz lustig. Sie handelt von einer Art Stammtischtumult an Bord einer deutschen Linienmaschine, ausgelöst von dem Buch, das ich hier vorstelle: eine deftige Polemik gegen die Rechtspopulisten im vereinigten Deutschland und deren strategischen Schleichangriff auf die kulturelle Hegemonie im Lande. Es trägt den ebenso zutreffenden wie provokanten Titel "Gefährliche Bürger".

Es geht, wie unschwer zu erkennen ist, um den düsteren Wutbürgerbogen des deutschnational-abendländischen Pegidaund AfD-Milieus. Diese Achse der alten Empörten (im Unterschied zu den jungen Indignados in Spanien und anderswo, von Podemos bis Occupy) reicht vom rechten, sektiererischen Flügel der christlichen Kirchen über frustrierte Rechtsintellektuelle bis zu einem aggressiven Gemisch aus alten Nazis, neuen Rassisten und sozialen Verlierern aus allen Altersgruppen, denen der ganze Demokratiekram

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