"Ich bin mehr als eine Stimme und eine Frisur"

Seit zehn Jahren steht der einstige ORF-Star Chris Lohner mit Soloprogrammen auf der Bühne. Ein Jubiläumsgespräch über Zivilcourage, Feminismus und Sex, über Kottan, Madonna und den Dalai Lama

Feuilleton | Interview: Gerhard Stöger und Stefanie Panzenböck | aus FALTER 06/16 vom 10.02.2016


Foto: Heribert Corn

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Chris Lohner hasst Unpünktlichkeit, aber zu Terminen in der Öffentlichkeit kommt sie immer ein paar Minuten zu spät. Auch zum Falter-Interview ins Hietzinger Café Dommayer. Lohner fühlt sich unwohl, wenn sie warten muss und nichts zu tun hat. Kein Wunder, denn jeder kennt sie. Nicht nur die Generation, die sie noch als ORF-Programmsprecherin erlebt hat, sondern auch das junge Mädchen vom Nebentisch. „Sie sind die Stimme aus dem Zug!“, sagt sie, stolz darauf, die Frau mit dem roten Pagenkopf erkannt zu haben. „Ja, aber ich bin mehr als eine Stimme und eine Frisur“, antwortet Chris Lohner freundlich, aber bestimmt.

Die 72-Jährige war Model, Schauspielerin und TV-Sprecherin; seit Jahrzehnten ist sie die Stimme der ÖBB. Lohner moderiert große Veranstaltungen, veröffentlicht Bestseller und steht regelmäßig als Entertainerin mit eigenen Programmen auf der Bühne. Das gut zweistündige Gespräch mit ihr fand am kältesten Tag des Jänners bei Kräutertee statt.


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