Watchdog

Wenn der Abopreis aufgeht wie ein Germteig

Medien | Benedikt Narodoslawsky | aus FALTER 06/16 vom 10.02.2016

Die Februar-Ausgabe des Kochmagazins Gusto dreht sich um Krapfen, die "flaumigen Verführer". Manch Abonnenten dürfte diese Ausgabe sauer aufgestoßen sein. Das liegt aber nicht am Krapfen.

Es liegt an der gesalzenen Rechnung, die der Ausgabe beilag. Statt 39,90 verlangt der News-Verlag plötzlich 69 Euro fürs Gusto-Jahresabo. Der Preis verdoppelt sich beinah, weil es in ein "Premium-Abo" umgewandelt wird. Wer sein Abo nicht upgraden will, muss einen beigelegten Widerruf an die Aboverwaltung schicken. Also etwas widerrufen, das Abonnenten nie bestellt haben.

"Peinlichen Abzockversuch" nennt es ein Leser gegenüber dem Falter. Markus Fallenböck, "Chief Sales Offi cer" im News-Verlag, wundert die Kritik. Man habe bloß auf Kundenwünsche reagiert. Die Leser hätten ein Abo gefordert, das jene sechs Spezialausgaben enthalte, die Abonnenten bislang nur in der Trafik kaufen konnten. "Es gibt aus verwaltungstechnischen Gründen jetzt nur mehr ein Abo, nämlich das Premium-Abo", sagt Fallenböck. "Wir haben es um etliche Zusatzleistungen angereichert, die den Preis zu einem sehr fairen machen." Abonnenten können nun etwa die Gusto-Koch-Hotline nutzen. Und an Gewinnspielen teilnehmen. Mahlzeit!


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