Digitalia

IT-Kolumne


Anna Goldenberg
Medien | aus FALTER 06/16 vom 10.02.2016

Früher lagerte mein Smartphone nachts neben meinem Bett und nuckelte am Ladekabel. Vor dem Einschlafen kontrollierte ich, ob ich auf Facebook, Twitter und Instagram am letzten Stand der Dinge war. Erst als sich höchst unangebrachte Menschen aus den Newsfeeds in meinen Träumen wiederfanden, bekam das Telefon einen neuen Schlafplatz.

Eine Studie der Universität Pitt sburgh bestätigt nun: Konsum von sozialen Medien ist mit Schlafstörungen verbunden. Insbesondere bei jenen 19- bis 32-Jährigen, die mehr als 58-mal pro Woche Updates checken und über 61 Minuten täglich online verbringen - weil man aufs Schlafengehen vergisst oder nach einer Facebook-Debatte so erhitzt ist, dass man nicht schlafen kann. Auch das Licht der Bildschirme kann den inneren Rhythmus verschieben. Umgekehrt lenken sich Menschen mit Schlafproblemen eventuell mit sozialen Medien ab - und kreieren so einen schlaflosen Teufelskreis. Als Einschlafhilfe werden passivere Aktivitäten empfohlen. Etwa Falter lesen. Aber lassen Sie sich nicht aufregen.


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