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Der österreichische Künstler Edgar Honetschläger zeigt seinen neuen Film - und ein Live-Making-of in Form einer Ausstellung

Feuilleton | Begehung: Michael Omasta | aus FALTER 07/16 vom 17.02.2016

Palmen säumen die Boulevards von Los Feliz, einem schicken Viertel von Los Angeles. In der Canettistraße hinterm Wiener Hauptbahnhof gibt es nur eine Gstätten, die als Parkplatz benutzt wird. Von einem Film hinaus in die Realität ist es oft ein harter Schnitt.

Edgar Honetschläger, laut Eigendefinition ein bildender Künstler, der Filme macht, steht in der leergeräumten Ausstellungshalle des 21er Hauses. Nur drei Tage sind es noch bis zur Weltpremiere seines Projekts "Los Feliz", an dem er vor 14 Jahren zu arbeiten begonnen hat.

Herzstück ist ein kauzig kunstvoller Film, in dem sich der Teufel, eine französische Museumswärterin und eine Shinto-Göttin in einem museumsreifen Mercedes auf eine Reise durch Amerika machen, das ausschließlich aus gemalten Kulissen besteht.

"Tatsächlich gibt es nichts im Film, das nicht gezeichnet wäre", sagt Honetschläger, außer den Darstellern und dem Oldtimer. "Es ist die Verschränkung zwischen meiner filmischen Arbeit und meiner Arbeit als Maler."


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