Digitalia

IT-Kolumne

Medien | Anna Goldenberg | aus FALTER 07/16 vom 17.02.2016

Zwischenmenschliche Grautöne sind in den sozialen Medien bekanntlich schwer zu finden. Entweder hasst man sich (und verleiht seinen Gefühlen durch Androhung ungustiöser Behandlungen Ausdruck) oder man findet einander super und verteilt gütig Likes und grinsende Smileys. Und wann hört man einfach auf zu kommunizieren? Mich interessierte, welche Gründe es gibt, Online-Freundschaften zu kündigen, und startete eine informelle Umfrage auf Facebook.

Wer nervt, fliegt raus, da herrschte Einigkeit. Essensfotos, zu persönliche Details und irreführende Links -nein, danke. Uneins war man sich bei Katzenvideos sowie bei Menschen, die eine andere politische Ansicht vertreten. Soll man mit Verbreitern von rassistischen, sexistischen und homophoben Inhalten diskutieren oder sie aus dem Blickfeld verbannen? Ersteres ist nervenaufreibend und wenig konstruktiv, insbesondere, wenn sich die andere Person als schwer erziehbar entpuppt; Zweiteres trägt wiederum dazu bei, dass man nur mit jenen Ansichten konfrontiert ist, denen man zustimmt.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige