Kabarett Kritiken

Eckel lässt es krachen und menscheln

Lexikon | SP | aus FALTER 07/16 vom 17.02.2016

Klaus Eckels neues Programm heißt "Zuerst die gute Nachricht", aber es hätte auch jeden anderen Titel tragen können. Durch rasante Schmäh-Kaskaden führt er dem Publikum die Irrwitzigkeiten der Wohlstandsgesellschaft vor Augen. Seien dies nun die Apps für jede Lebenssitiuation, ständig wechselnde Erziehungstipps, die Eltern zur Verzweiflung bringen, oder das korrekte Essen als Statussymbol. Eckel versteht zwar die Welt nicht mehr, aber er hat gute Gegenkonzepte: Lob als Zahlungsmittel und eine Mindestsicherung an Zuneigung. Zwischendurch dialogisiert er mit seinem Techniker Didi Sommer, der ebenfalls Kabarettist ist. Ein alter Schmäh, der schon bei Josef Hader gezogen hat -und noch immer funktioniert. Es menschelt und kracht gleichzeitig und ganz gewaltig in Eckels Programm. Ein Abend, der einen rundum erfreut zurücklässt.

Stadtsaal, Fr, Sa 20.00


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