"Eigentlich hasse ich Stand-up"

Der irische Stand-up-Comedian Dylan Moran tut nur garstig. Tatsächlich ist er ein Humanist und Merkel-Fan


Porträt: Klaus Nüchtern
Feuilleton | aus FALTER 07/16 vom 17.02.2016

In einer Szene der unglaublich lustigen britischen Serie "Black Books" sitzt der stets übellaunige, wahlweise verkaterte oder besoffene Buchhändler Bernard Black seiner Freundin Fran Katzenjammer gegenüber und wirkt sehr nachdenklich: "Um ehrlich zu sein: Nachdem man jahrelang geraucht und gesoffen hat, muss man sich schon manchmal selber ins Gesicht schauen und sagen " "Ja??" "Es ist fantastisch! Ich bin im Himmel!!"

Dylan Moran verkörpert diesen Bernard Black sehr glaubhaft. Anlass, den irischen Stand-up-Comedian mit seiner Rolle zu identifizieren, bot darüber hinaus der Umstand, dass dieser auch abseits der von ihm geschriebenen Serie so aussieht wie Bernard Black: leger bis nachlässig gekleidet, notorisch verstrubbeltes Haar, sehr selten ohne Zigarette und Weinglas anzutreffen.

Vor zwei Jahren hat sich das Erscheinungsbild allerdings ein wenig geändert: Die Zigarette fehlt seitdem. Und wie das so ist, wenn Männer in mittleren Jahren plötzlich das Rauchen aufgeben, bleibt das

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