Meldungen

Kultur kurz

Feuilleton | aus FALTER 07/16 vom 17.02.2016

Protestsongcontest 2016

Mit einer Nummer gegen das herrschende Schulsystem gewann die deutsche Liedermacherin Sarah Lesch den diesjährigen Protestsongcontest im Rabenhof. Er wurde 2004 ins Leben gerufen, zum 70. Jahrestag der Februarunruhen 1934, und wird seither immer am 12. Februar ausgetragen. Gefragt sind Lieder, die gesellschaftliche Missstände benennen, meistens überzeugen die Songs eher durch gute Ideen als durch die Ästhetik. Letztes Jahr etwa gewann die Band Rammelhof, die in einer laut-schrägen Performance ihre Nummer "Put, put, Putin" zum Besten gab. Daraus entstand auch die Rabenhof-Produktion und Rockoper "Putins Nightmare". Lesch überzeugte Jury und Publikum dieses Jahr mit einem leisen Song. Peter Paul Skrepek attestierte ihr eine Ähnlichkeit mit Reinhard Mey und Liedermacher Elias Hirschel und sagte: "Das Lied dauert sechs Minuten, hat keinen Refrain und wird nicht langweilig." Fragt sich nur, ob das für eine eigene Rabenhof-Show reichen wird.

Exil-Dramatikerpreis


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige